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PHILOSOPHIE

1. Wie kam es zu dem Label SOPOPULAR?

JAMES: Die Idee zu SOPOPULAR wurde vor etwa zwei Jahren an meinem
Geburtstag geboren. Daniel, mein Bruder David und ich kennen uns schon
seit zwei Jahrzehnten. Schon immer hat uns ein gemeinsamer modischer
Stil verbunden, der in der Streetwear verwurzelt ist. Als Teenager
trugen wir als eine der Ersten Baggy-Hosen und Baseballcaps, später
kam die Sneaker-Besessenheit dazu. Labels wie Stüssy, Hysteric Glamour
oder A Bathing Ape haben unser Modeempfinden sehr geprägt. In den
letzen Jahren haben wir erfolglos nach einem Label gesucht, das die
modischen Codes der Streetwear erwachsen umsetzt. Also blieb uns gar
nichts anderes übrig, als SOPOPULAR zu gründen.

DANIEL: Ich habe mich schon immer für Mode interessiert und ein gutes
Gespür für Trends gehabt. Während meines Innenarchitektur-Studiums in
London arbeitete ich für das Label Gimme 5 und baute den
Deutschlandvertrieb für A Bathing Ape und Hysteric Glamour auf. Später
war ich Miteigentümer des Ladens Public Image in Berlin, wo es
erstmalig in Deutschland Raf Simons oder Costume National gab, ich war
Beteiligt an dem Berliner Label 77 Berlin Industries und habe als
Stylist gearbeitet. Nachdem ich sehr viele Facetten der Modebranche
kennengelernt und viel Erfahrung gesammelt habe, ist ein eigenes Label
ein logischer Schritt für mich. Mit James und seinem Bruder David habe
ich dafür die richtigen Partner gefunden, um es nun anzugehen. Der
Name SOPOPULAR stammt übrigens aus einem Interview mit Kurt Cobain,
das ich mal gelesen habe.
 
 
2. Wie würdet ihr euren Stil beschreiben?

JAMES: SOPOPULAR steht für einen reduzierten und pragmatischen Stil in
der Herrenmode. Klassische Schnitte und schmalen Silhouetten werden
mit kantigen Streetwearelementen und futuristischen Designdetails
gebrochen. Wir legen sehr viel Wert auf hochwertige Verarbeitung in
Deutschland und qualitative Stoffe (hauptsächlich Baumwolle). Diese
Mischung macht SOPOPULAR zu einer soliden Basiskollektion für Männer
mit klassischen Wertvorstellungen und einem individuellem Stil. Wir
möchten mit SOPOPULAR gegen die Schnelllebigkeit der Mode arbeiten,
wir wollen Klassiker schaffen, die ein bestimmtes Lebensgefühl oder
Image vermitteln.

DANIEL: Unser eigener Anspruch ist die Basis für SOPOPULAR. Wenn ich
selbst nach Kleidungsstücken suche, muss jedes Detail 100-prozentig
stimmen: die Passform, das Material, die Knöpfe und Gürtelschnallen,
sogar die Verpackung. Unser Stil ist alte Schule, was Qualität und
Verarbeitung angeht, gepaart mit außergewöhnlichem, modernem Design.
 
 
3. Wie sieht eure Zielgruppe aus?

JAMES: Selbstbewusste, authentische Männer zwischen 25 und 55, die
Prinzipien haben, an die sie sich auch halten!

DANIEL: Da wir aus der Streetwearszene kommen, teilen wir mit vielen
unserer Freunde das gleiche Problem: Mit zunehmendem Alter möchte man
Kleidung, in der man nicht kostümiert oder wie ein Berufsjugendlicher
wirkt – die aber trotzdem die Codes der Streetwear repräsentiert. Mit
SOPOPULAR wollen wir diese Lücke in der Mode füllen. Unsere Zielgruppe
sind Kind gebliebene Männer, die mit beiden Beinen erfolgreich im
Leben stehen. Und die ihre starke Persönlichkeit auch durch einen
individuellen Kleidungsstil unterstreichen möchten, ohne dabei einem
Modediktat zu folgen.
 
 
4. Braucht der Konsument tatsächlich noch ein weiteres Modelabel?

JAMES: Ja, vor allem eines für Männer! Frauen haben 40 Jahre
Emanzipation hinter sich, sie haben ihre Position in der Gesellschaft
neu definiert. Junge Labels wie Lala Berlin, Kaviar Gauche oder Penkov
repräsentieren das für uns in der deutschen Frauenmode. Wird also
Zeit, dass auch die Männer in jeder Beziehung aufholen – dabei wollen
wir sie mit SOPOPULAR modisch begleiten.

DANIEL: Es wird immer eine Nachfrage nach etwas Neuem geben. Die
Trendsetter wollen allen andren voraus sein, das wird sich nie ändern.
Ich persönlich denke, dass sich alles, was man mit großer Leidenschaft
und hohem qualitativen Anspruch tut, immer gegen den Rest behaupten
kann.
 
 
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